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Februar 2018

Was ist Vero? Alle Infos zur neuen Social-Media-App!

Vero ist da und nach ein paar Tagen des Lauffeuers auf Facebook, Instagram und Twitter reichen die Meinungen im deutschsprachigen Raum bereits von „das neue Instagram ist da“ bis zu „boykottiert dieses Unternehmen samt seiner App“. Doch was hat es mit Vero überhaupt auf sich, wie kam es zu dem erdrutschartigen Hype und wieso wird es so kontrovers wahrgenommen? Wir wollen etwas Licht in das Dunkle der App-Oberfläche bringen, die in ihrer aktuellen Version eher an die Cloud-Version von Photoshop als an die hell gehaltene Bedienoberfläche der Foto- und Video-App Instagram erinnert.
Vero tritt an mit dem Claim „True Social“, der wohl auf die Kernbotschaften der App von Werbefreiheit, Algorithmen-Freiheit sowie Bot-Freiheit abzielen soll. Das Wort „vero“, welches im Italienischen für „echt“ „wirklich“ oder „wahr“ steht, soll dieses Image unterstreichen. Mit jenem selbst gesetzten Anspruch rangierte die App lange Zeit auf einem hohen dreistelligen Level in den Download-Charts des Google-Play-Stores sowie des Apple-Stores. Einhergehend mit jenem Anspruch, Inhalte seiner Ziel- und Interessensgruppe ungefiltert antragen zu können, verwundert es nicht, dass sich nach unserem ersten Eindruck zunächst viele Vertreter der Kreativbranche aus den Bereichen Fashion, Blogs, Fotografie, Videografie sowie Models, Tätowierer und Musiker fanden. Damit erinnert Vero gleichzeitig an das soziale Netzwerk Ello, welches im Vergleich zur Vero-App und selbst angesichts der Nutzerzahlen von immerhin über 1 Mio. als Randerscheinung betrachtet werden muss. Wer die Lawine des bereits 2015 gegründeten sozialen Netzwerks Vero initial im Februar des Jahres 2018 losgetreten hat und ob eine vom Unternehmen geplante sowie finanzierte Kampagne dahintersteckt, wird spekulativ bleiben, aber wurde definitiv und unter anderem auf Twitter diskutiert. Fest steht, dass die letztendlich schnelle Popularität auf die Empfehlung von Influencern, vor allem auf Instagram, sowie damit einhergehende virale Effekte zurückzuführen sind, die durch den neuartigen Charakter der App sowie eine künstliche Verknappung kostenloser Mitgliedschaften befeuert wurden.

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Negin Mirsalehi – vom Praktikum als Influencer…

… zum Job als Geschäftsführerin eines Multi-Millionen-Dollar-Unternehmens. Wer unlängst die vom renommierten Forbes-Magazine herausgegebene Liste der „30 under 30 Europe“ studierte – eine nach Kategorien sortierte Auflistung von 30 Menschen in Europa, welche es vor ihrem 30. Geburtstag zum Millionär oder zur Millionärin schafften, stieß dabei auf den Namen Negin Mirsalehi. Die Tochter iranischer Einwanderer in den Niederlanden absolvierte abschätzig formuliert ein Praktikum bei sich selbst. Sie war bereits „Influencer“ als sich der Begriff selbst noch in der Prägungsphase seines Seins befand und sogar der gewiefte Marketing-Sprech von „early adopter“ nur den Insidern im deutschsprachigen Raum vertraut war. Die Amsterdamerin teilte Schnappschüsse aus ihrem Leben und Fotos ihrer Reisen auf Instagram und war – in der Nachbetrachtung – zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Das war im Jahr 2013, drei Jahre nach Veröffentlichung der allerersten Version Instagrams. Mit damals 100 Mio. aktiven Nutzern weltweit war das Netzwerks sicher kein unbekanntes mehr, jedoch noch weit entfernt von den seit August letzten Jahres 700 Mio. Nutzern. Die App, welche zuvor ausschließlich Besitzern eines iPhones vorbehalten war, hatte gerade sein Pendant für Android erhalten. Innerhalb von vier Jahren legte Mirsalehi eine beeindruckende Karriere hin, die sie – um in der Metapher zu bleiben – von der Praktikantin zum Social-Media-Superstar führte. Aktuell versorgt die 29-Jährige nicht weniger als 4,5 Mio. Abonnenten allein auf Instagram mit News aus ihrem Leben sowie Einblicken in ihr Business. Schließlich ist die Niederländerin längst nicht mehr nur Influencer, sondern hat ein eigenes Unternehmen aufgebaut und beschäftigt ein Team von mehr als 15 Mitarbeitern.

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